Da
ruhte etwas Mystisches
im Wesen dieses Motorrads. Gerade die Komplexität und Sturheit der
Maschine verliehen ihr Anziehungskraft. Mitglied in der Bruderschaft wurde
man, wenn man in der Lage war, seine Harley auseinanderzunehmen wie ein
Infanterist seine M16. Wer zu seiner Maschine eine handwerklich-zupackende
Beziehung hatte, der wurde als echter Motorrad-Freak angesehen, und je
weiter diese Beziehung in die mechanischen Details reichte, desto enger
gehörte man zum Harley-Clan. Dem echten Outlaw-Biker, der Gestalt,
an der sich die gesamte Biker-Bewegung orientierte, galt seine Harley-Davidson
als sein wertvollster Besitz, ganz ähnlich der Wertschätzung
eines Cowboys für sein Pferd. Der echte Outlaw war mit seiner Harley
eine existentielle Verbindung eingegangen, deren Intensität nicht
in Worte gefasst werden kann. Diese Einstellung lässt sich vielleicht
am besten mit folgendem Spruch wiedergeben, mit dem die Patches des harten
Kerns der Biker geschmückt sind: If I have to explain, don't bother
asking - wenn du's nicht verstehst, frag erst gar nicht nach.
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