| Ob man es nun wollte oder nicht, diese wilden Männer, die auf alten ungefederten Custom-Maschinen fuhren, diese letzten Cowboys auf ihren motorisierten Wildpferden, bildeten das Herzstück und das Wesen des Harley-Mythos. Schau sie dir an, all die blitzblanken, tadellosen Rice burner, diesen »Japsenschrott«, der immer auf Anhieb startete, wie ein Uhrwerk lief und so schnell war, dass er dir eine Heidenangst einjagen konnte; schau sie dir an, diese faden, seelenlosen Wunder der Technik, und steck sie dir sonstwo hin! Die Harley dagegen, das wahre Sinnbild menschlicher Vergänglichkeit und Tollkühnheit, die konnte man verehren und bewundern, und zwar nicht, weil sie so eine überaus nützliche oder hervorragende Maschine war, sondern weil sie einem die eigene Unzulänglichkeit direkt, lebensecht, hautnah, rüttelnd und bockend und 100-prozentig amerikanisch vor Augen führte. Wenn es gelingen würde, dieses rebellische Potential, diese pure Lebensenergie und die unkonventionelle Lust auf die wahren Qualitäten des Lebens anzusprechen, um den perfekt ausbalancierten Produkten der Japaner etwas entgegenzusetzen, dann hätte Harley-Davidson vielleicht, ganz vielleicht eine echte Überlebenschance. |
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