Harleys home Welches Unternehmen konnte schon von sich sagen, dass seine Kunden Romane schrieben, in denen ein Industrieprodukt zum Kultgegenstand erhöht und gefeiert wurde? Die Rede ist von Bob Bitchins Werk A Brotherhood ofOutlaws aus dem Jahre 1981 Bitchin, mit bürgerlichem Namen Robert Lipkin, war ein hünenhafter, über und über tätowierter Biker und ehemaliger Bodyguard von Evel Knievel Er hatte an der Umversity of Southern California ein Studium der Psychologie und an der Umversity of California/Los Angeles ein weiteres in Betriebswirtschaftslehre absolviert, war Gründer und Herausgeber der kompromisslosen Biker News und hatte darüber hinaus das Magazin FTW (»Fuck the World«) gegründet, in dem es nur so von Kraftausdrucken wimmelte Bitchins Roman handelte von einer kleinen Gruppe von Bikern, die auf ihren Chop-per-Harleys auf der Flucht aus Los Angeles waren Er liefert wertvolle Einblicke m den Codex der Outlaw-Biker, wenn es zum Beispiel heißt »Egal was der betreffende Biker getan hat -solange er nicht einen Bruder übers Ohr gehauen oder die Biker-Regeln verletzt hat, wird er akzeptiert, und erst recht, wenn er auf der Flucht vor der Polizei ist« Das Buch beschäftigt sich auch ausgiebig und in polemischer Weise mit der Helmvorschrift, die Bitchin entschieden ablehnte Er war einer der Hauptorganisatoren der überall im Lande stattfindenden Anti-Helm-Protestveranstaltungen, bei denen Tausende von Motorradfahrern die Regierungssitze der einzelnen Bundesstaaten belagerten und die Parlamentarier zu guter Letzt so sehr einschüchterten, dass sie die Bestimmungen lockerten

 

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